Zwift Ride mit KICKR CORE 2: Ein Erfahrungsbericht

Es war mal wieder an der Zeit für ein Upgrade. Nachdem sich mein ursprüngliches Setup – mein erstes Rennrad, ein Cube Attain Race, gepaart mit einem alten Tacx Vortex 2180 Smarttrainer – im Pain Cave nie wirklich rund angefühlt hat, zog ich einen Schlussstrich. Der Umstieg auf das Zwift Ride mit dem Wahoo KICKR CORE 2 stand an. Aber mal schön der Reihe nach: Hier erfahrt ihr ungeschönt, was meine Erfahrungen mit dem alten Setup waren, warum der Wechsel fällig war und was jetzt mit dem Zwift Ride so viel besser läuft.

Die „Probleme“ mit dem alten Wheel-On-Setup

Ganz ehrlich? Für die klassische Off-Season, um im Winter einfach ein bisschen strukturiert zu kurbeln, hat der Tacx Vortex schon irgendwie getaugt. Aber der Teufel steckt im Detail – und in den Nerven. Was mich am meisten blockiert hat, war das ständige Wechseln des Mantels. 

Der Tacx lief eben nicht wie der KICKR CORE 2 direkt über eine Kassette (Direct Drive), sondern als „Wheel-On“-Trainer auf einer kleinen Metallrolle, an die man den Hinterreifen presste. Durch diesen mechanischen Druck entstand beim Training ein brutal nerviges, hochfrequentes Drehgeräusch. Indoor-Training ohne Noise-Cancelling-Kopfhörer? Absolut unmöglich. Klar habe ich nebenbei beim Fahren eh immer YouTube-Videos oder Radrennen gesuchtet, aber die Kombination aus brutalem Schweiß und In-Ear-Kopfhörern ist auf Dauer einfach eine eklige Mischung, die sich nie gut angefühlt hat. Zu guter Letzt nahm das gesamte Konstrukt mit dem eingespannten Cube-Rennrad massiven Platz im Raum ein – clean und einladend sieht definitiv anders aus.

Warum überhaupt der Wechsel auf das Zwift Ride?

Dass ich mit der alten Rolle unzufrieden war, lag also auf der Hand. Bleibt die Frage: Warum direkt das komplette Zwift Ride Smart Bike kaufen und nicht einfach „nur“ den KICKR CORE 2 Direct-Drive-Trainer holen und das Cube-Rad fest draufschrauben?

Die Antwort hat mit echtem Teamwork zu tun. Nachdem ich meine Frau mittlerweile glücklicherweise auch davon überzeugen konnte, dass ein Leben ohne Rennrad unvollständig ist und sie sich (praise the Lord!) sogar ein Gravelrad zugelegt hat, stand eine neue Herausforderung im Raum. Wir wollten beide drinnen trainieren, hatten aber absolut keinen Bock auf ständiges Umbauen. Ritzelpakete matchen, Steckachsen wechseln, Kettenschmiere an den Fingern, nur weil der andere gerade eine Runde auf Watopia drehen will? Keine Option.

Da ich meine kompletten Workouts und wattbasierten Trainingspläne ohnehin in Zwift fahre, liebäugelte ich schon länger mit dem Zwift Ride. Das Geniale: Viele Features, die man sich sonst mühsam zusammensuchen muss (wie integrierte Schalttasten und Bremshebel), sind hier direkt fest im Rahmen verbaut. Der absolute Gamechanger war für uns jedoch der unkomplizierte Umbau zwischen zwei Fahrern.

Es braucht wirklich nur wenige Handgriffe, um die Geometrie anzupassen. Lenkerhöhe und Sitzhöhe lassen sich über einen Schnellspanner bzw. zwei klar definierte Schrauben in Sekundenschnelle verändern. Vielleicht kommt bei peniblen Fahrern noch eine dritte Justierung für die Sattelposition (Vor-/Rückschub) dazu, aber selbst das ist dank des aufgedruckten, extrem übersichtlichen Maßsystems ein Kinderspiel. Man merkt sich einfach seine persönlichen Werte (z.B. Höhe „D“ und Sattelposition „3“), schreibt sie sich auf und stellt das Smart Bike im Handumdrehen ohne langes Nachmessen ein. So macht das gemeinsame Training im Winter endlich Spaß.

Das Zwift Ride mit KICKR CORE 2 (inkl. Zwift Cog)

Warum das Zwift Ride als Rahmenkonstruktion in meinen Augen so genial gelöst ist, wisst ihr jetzt. Aber was macht es gerade in der Kombination mit dem neuen KICKR CORE 2 so stark? Genauer gesagt: mit dem KICKR CORE 2 inklusive ZWIFT COG?

1. Perfekte Erg-Modus-Steuerung im Workout

Wenn du strukturierte Intervalle oder vorgegebene FTP-Workouts fährst, musst du dir über das Schalten überhaupt keine Gedanken mehr machen. Der KICKR CORE 2 regelt den Widerstand über den ERG-Modus vollautomatisch. Egal ob du mit einer Trittfrequenz von 60 oder 100 U/min kurbelst: Die Wattzahl steht genau da, wo dein Trainingsplan sie haben will. Das Zusammenspiel zwischen der Zwift-Software und der Bremseinheit des Wahoo-Trainers läuft absolut latenzfrei und butterweich.

2. Virtuelles Schalten mit dem Zwift Cog

Und wie sieht es beim freien Fahren aus, wenn man die Alpe du Zwift bezwingen oder im Rennen attackieren will? Hier kommt das Zusammenspiel aus den integrierten Schaltknöpfen am Zwift-Lenker und dem Zwift Cog – dem einzelnen, fixen Ritzel auf dem Trainer – zum Tragen. Statt einer mechanischen Kette, die physisch über eine Kassette springt, schaltest du rein virtuell. Ein Knopfdruck am Lenker sendet blitzschnell das Signal an Zwift, und der KICKR CORE 2 passt den Widerstand im Bruchteil einer Sekunde so an, als hättest du gerade den Gang gewechselt. Das ist nicht nur extrem leise, weil kein Kettenrasseln mehr existiert, sondern minimiert auch den Verschleiß gegen null.

Fazit: Lohnt sich das Upgrade im Pain Cave?

Der Wechsel vom lauten Wheel-On-Trainer zum vollintegrierten Zwift Ride Smart Bike fühlt sich an wie der Sprung vom Röhrenfernseher zum 4K-TV. Kein lästiger Reifenwechsel mehr, kein ohrenbetäubender Lärm, der das Wohnzimmer beschallt, und vor allem kein Frust beim Umbau, wenn man sich das Gerät als Paar teilt.

Wer ohnehin tief im Zwift-Kosmos verankert ist und eine saubere, leise und flexibel anpassbare Indoor-Lösung sucht, macht mit der Kombination aus Zwift Ride und dem bewährten KICKR CORE inklusive virtuellem Schalten absolut alles richtig. Die Off-Season kann kommen!

Danke, für deine Zeit! Folge ZONEZWO auf Instagram und verpass keinen neuen Blogbeitrag mehr!

Schau mal, diese Beiträge könnten dir auch gefallen: