Canyon Grizl 5 – auf geht’s auf Umwege!

Kleiner Hinweis vorweg: In diesem Blogbeitrag werden einige Namen und auch Marken gezeigt oder genannt. Es ist kein Geld in irgendeiner Form geflossen, damit ich hier über diese schreibe. Ich stehe hinter den genannten Firmen/Marken und empfehle sie deshalb gerne weiter. Natürlich gibt es noch viele andere Anbieter, die sicher auch gute Sachen machen. Mit den genannten habe ich einfach Erfahrungen gesammelt, die ich gerne hier weitergebe.

Da steht es nun, mein neues Rad mit welchem ich in eine neue Welt eintauche, abseits von Radwegen und Straßen: das Canyon Grizl 5. Ein Gravelrad für einen schmalen Taler und für mich und meine Zwecke mehr als ausreichend aber steigen wir mal in die Materie ein. Ein Rad, was bock macht auf Feldwege, Radwege oder eben auch Umwege. Keine Grenzen, einfach radeln. Das ist es was ich möchte.

Wieso überhaupt ein Gravelbike?

Wir schreiben Dezember, es hat knackige 10grad und die Sonne scheint mir brutal ins Gesicht als ich auf meinem Rollentrainer und mir einen abgestrampelt habe. Ärgerlich, bei so einem Wetter indoor fahren zu müssen weil man sein Sonntagsrad bei den Straßenbedingungen (Laub, nasse Straßen, eventuell schon Salz auf der Straße) lieber im Winterschlaf lassen möchte.

Was hab ich nun für Möglichkeiten draußen zu fahren? Klar steht noch mein Hobel in der Garage mit welchem ich während des Lockdowns auf den Geschmack gekommen bin, nur wird das Bike meinen Anforderungen gar nicht mehr gerecht. Was neues muss also her. Etwas, womit ich die draußen-Saison verlängern kann. Wo ich bei gesalzenen Straßen einfach durch den Wald fahre oder wo mir laubbedeckte Radwege weniger Bauchschmerzen machen. Ich liebäugle also mit einem Gravelbike. Klar hört man da vieles drüber, bequemer, dennoch sportlich, weniger eingeschränkt… also begab ich mich im Internet auf die Suche…

Wieso im Internet fragst du dich jetzt bestimmt. Nun bei 1,92cm Körpergröße ist die Lagerware der umliegenden Händler sowieso recht überschaubar. So ging ich also mal etwas auf die Recherche und konnte gleichzeitig wieder Lieferzeiten mit checken (warum sind die eigentlich immer katastrophal?). In meinem Fall bin ich dann bei drei Herstellern gelandet: Scott, Canyon und natürlich Rose. Die letzteren beiden sind natürlich über ihren Online-Versand bekannt und deshalb sah es dort von den Lieferzeiten her natürlich am besten aus. Nach langem hin und her fiel dann letztendlich die Entscheidung auf das Canyon Grizl 5.

Themenübersicht

Hand aufs Herz: wieso ein Gravelbike von Canyon?

Ganz ehrlich? Ich fand das Rad optisch einfach am schönsten. Die Farbe Affogato sowie die Geometrie des Rads gefallen mir optisch schon ziemlich gut. Klar hat Rose mit dem Blend ein Rad, was im Preis in einer ähnlichen Kategorie liegt, jedoch fand ich auch die Schaltgruppe am Canyon interessanter. Wieso, weshalb, warum… darauf kommen wir später zu sprechen. Grundsätzlich war es mir jedoch wichtig, dass das Rad schnell bei mir ist (wenn man sich dann doch für den Kauf entschieden hat, dann solls ja auch schnell gehen, oder?!). Unterm Strich hat für mich Canyon da einfach das solidere Angebot gehabt. Der Bestellprozess, bzw. das Leasing über Jobrad ging auf der Seite von Canyon auch super easy. Man hat auch total transparent Mails bekommen wo das Rad denn genau ist und zwischen dem einreichen meines Rads und der Auslieferung verging maximal eine Woche. Klar geht das bei einem direkten Kauf vielleicht schneller, aber gerade da hier noch so viele Akteure zwischengeschaltet waren find ich das schon super schnell.

Einfach aufgebaut, da steht es nun mein Canyon Grizl 5.

Noch 10 Stops, noch 7 Stops.. es wurden immer weniger. Schließlich fuhr die Post um die Ecke und hielt an. Mit einem fetten Grinser ging ich der Postfrau entgegen und half ihr beim entladen. Endlich war es da, mein neues Gravelbike. Ein riesiges Paket, nur für mich. Was macht man nun also? Paket in die Wohnung, aufreissen und loslegen! Was soll ich sagen, was ist das easy so ein Rad aufzubauen. Hier hatte ich immer riesig Respekt davor, passt die Ausrichtung vom Lenker, sind die Schrauben fest genug… alles kein Problem. Canyon liefert dir hier ein komplettes Aufbau-Kit mit genauer Anleitung mit. Sehr viel kann hier nicht schief gehen. Hier und da einfach noch ein kleines Youtube-Video zur Ausrichtung des Sattels und Lenkers und schon sitzt das halbwegs. Für mich waren das auch nur erstmal grobe Einstellungen. Wie es sich dann mit der Geometrie verhält, das zeigt sich klar erst nach der ersten richtigen Ausfahrt. Das ist vielleicht auch das einzige Risiko beim Onlinekauf, du kannst es vorher, sofern du keinen Store in der nähe hast, einfach nicht Probefahren. Das war auch das, womit ich so etwas gehadert habe nachdem ich meine ganzen Daten eingegeben habe und mir Canyon meine Rahmengröße vorgeschlagen hat. Passt das wirklich? Vielleicht doch einen größeren Rahmen? ABER unterm Strich habe ich einfach drauf vertraut und mei, am Ende ging es ja auch perfekt auf. Die einzelnen Teile sind auch so gut verpackt und verstaut, ich habe mir den Karton gleich im Keller eingelagert, falls man doch mal mit dem Rad verreisen möchte.

Was zeichnet das Canyon Grizl 5 aus?

Zuerst ein mal finde ich die Farbe Affagato ziemlich nice, um schon mal das offensichtliche vorne ran zu stellen. Der Rahmen ist aus Alu und die Gabel aus Carbon, also Obacht geben beim Drehmoment wenn man die Taschen an einen der vielen Montagepunkten montieren möchte. Als nächstes war es mir wichtig, dass ich theoretisch auch selbst etwas an der Schaltung einstellen kann. Um ehrlich zu sein bin ich da kein Profi, deshalb fand ich die CUES Schaltgruppe mit dem einem Kettenblatt vorne schon ziemlich sexy, einfach aus dem Grund, dass ich so schon mal 50% weniger falsch einstellen kann. Lieg ich mit dem Gedanken richtig? Schreibt mir gerne dazu! Ansonsten wirbt Shimano damit, dass die Gruppe sehr langlebig und robust ist. Als ich dann noch „Wartungsarm“ gelesen habe es um mich geschehen. Die breiten Schlappen mit von Schwalbe in 45mm Breite bieten auch extrem guten Komfort und grip! Theoretisch bietet die Gabel aber auch locker noch Platz für 50mm breite Reifen. Also unterm Strich hab ich hier ein sehr gutes Preis-Leistungs Gefühl gehabt.

Perfektes Zubehör für dein Gravelbike

Das ich an der ein oder anderen Stelle das Rad gleich für meine Zwecke optimieren muss war mir klar. Aus diesem Grund habe ich mir parallel zum Rad gleich noch einen passenden Sattel bestellt. Hierbei vertrau ich bei allen meinen Rädern auf die Qualität von SQLab. In meinem Fall entschied ich mich für den SQLab 614 In der Breite 16cm. Meine Güte ist der bequem!

Wie hab ich vor mit dem Rad zu fahren? Das war die entscheidende Frage für die Auswahl meiner Pedale. Hier stand für mich klar im Fokus, dass ich mit dem Rad so flexibel wie möglich sein will. Schnell mal zum Bäcker und kleinere Besorgungsfahrten sollten genauso möglich sein wie längere Ausfahrten. Also entschloss ich mich für die Pedale PD-EH500 0 von Shimano. Auf der einen Seite bieten diese eine normale Trittfläche wie man es von Pedalen eben so kennt und auf der anderen Seite einen SPD Klickverschluss. Also Alltag und Hobby perfekt vereint.

Um Licht ins dunkel zu bringen und immer gesehen zu werden vertraue ich auf mein Garmin Radar (hier kannst du mehr darüber erfahren) und einem billo Licht von Fischer. Reicht total für meine Zwecke. Sollte es irgendwann mal an Radreisen gehen werde ich beim Frontlicht sicherlich noch nachbessern müssen.

Immer gut organisiert. Fahrradpumpe, Taschentücher, Werkzeug und dazwischen irgendwo das Handy. So sieht es in meiner Oberrohrtasche aus. Seit längerem liebäugelte ich schon mit dem Model von Cyclite und als ich es mir dann gegönnt habe war ich noch mehr davon überzeugt. So viel platz, so viel Sachen, so stylisch verstaut. Einfacher Magnetverschluss, die Möglichkeit es sie direkt am Rahmen anzuschrauben, einfach perfekt.

Alles in allem wusste ich durch meine anderen Räder schon grob worauf ich beim Zubehör für das Gravel wert legen möchte. Solltest du gerade mit dem Thema anfangen oder dich vertraut machen und vielleicht Fragen haben, schreib mir einfach eine kurze Mail!

So war mein erster Ride auf dem Canyon Grizl.

Erstmal war der Ride kalt. Aber geil. Bei 4° hab ich mich auf den Weg gemacht um im der benachbarten Stadt einmal den Badesee anzufahren. Eben habe ich es erwähnt, das mit der Geometrie… so richtige Gewissheit ob alles passt hast du ja erst wenn du mal mit dem Bike fährst aber was soll ich sagen. Dank Youtube und der Erfahrung die man mittlerweile ja schon ein bisschen hat ist das Rad schon richtig gut auf mich eingestellt. Keine Hände die einschlafen, keine Füße die Drücken, keine Knie die Schmerzen, keine Verspannungen im Nacken, alles einfach nur eines: sau bequem. Alle Teile die ich ersetzt oder ergänzt habe kamen gleich zum Einsatz und es hat sich einfach nur gut angefühlt.

Fazit:

So bequem ging’s also los. Bei eisigen Temperaturen aber mit der Sonne im Gesicht, nicht indoor sondern outdoor. Genau das was ich wollte. Was mir als Fazit bleibt? Das Bike ist mega bequem, die Geometrie fühlt sich mich mich super an. Der Sattel ist richtig bequem und ich hab einfach nur Bock darauf Zeit auf dem Rad zu verbringen. Abseits der Straßen, Abseits meiner „Hauptsaison“ auf dem Rennrad im Frühling um im Herbst.

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